Pensionskasse der Diözese: Deckungsgrad erstmals über 100 Prozent
Mittwoch, 26. August 2026Die Verantwortlichen der Pensionskasse der Diözese St.Gallen freuen sich: Erstmals seit der Verselbstständigung im Jahr 2014 weist die Pensionskasse der Diözese St.Gallen eine Überdeckung aus. Der Deckungsgrad stieg auf 100,94 Prozent. Dies ist im soeben publizierten Jahresbericht zu lesen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Rentenbeziehenden zu, was den demografischen Wandel widerspiegelt. Im Stiftungsrat gab es eine Mutation.
«Die positive Entwicklung unserer Pensionskasse setzte sich im Jahr 2025 fort», freut sich Marcel Winiger, Geschäftsführer der Pensionskasse der Diözese St.Gallen. Besonders hervorgehoben wird im neuen Jahresbericht der Deckungsgrad. Dieser hat sich von 98,35 Prozent auf 100,94 Prozent erhöht. «Damit weist die Pensionskasse per Ende letzten Jahres erstmals eine Überdeckung von 3,3 Millionen Franken aus», präzisiert Winiger. Die bisherige Unterdeckung habe vollständig beseitigt werden können. Ein Thema der kommenden Jahre bleibt trotz dieses Etappenziels der Aufbau einer Wertschwankungsreserve, um die Widerstandsfähigkeit der Pensionskasse langfristig zu stärken.
Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 5,7 Millionen Franken ab.
Weitere Kennzahlen im Plus
Das Ergebnis 2025 und die guten Entwicklungen an den Kapitalmärkten haben weitere erfreuliche Folgen: Der Stiftungsrat konnte eine Verzinsung der Sparguthaben von zwei Prozent für das Jahr 2025 gewähren. Und die Bilanzsumme stieg um rund 19 Millionen Franken auf gut 358 Millionen Franken an. Das verfügbare Vorsorgevermögen erhöhte sich auf 355 Millionen. Es bildet somit gemäss Marcel Winiger eine solide Grundlage für die weitere strategische Ausrichtung der Pensionskasse.
Und um noch bei den Zahlen zu bleiben: Die Vermögensverwaltungskosten betragen 0,18 Prozent des Anlagevermögens. Damit gehört die pkath gemäss Geschäftsführer Marcel Winiger in der Schweiz zu den kostengünstigen Pensionskassen und liegt deutlich unter dem Branchenmittel, welches bei gut 0,41 Prozent liegt.
Leistungen und Versichertenbestand
Die langfristige Finanzierung der Leistungen bleibt eine zentrale Aufgabe des Stiftungsrats. Dies erfordert unter anderem eine kontinuierliche Beobachtung der Altersstruktur. Diese scheint derzeit Verschiebungen ausgesetzt, wie weiter aus dem Jahresbericht hervorgeht: Der Bestand der aktiven Versicherten reduzierte sich von 1120 auf 1113 Personen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Rentenbeziehenden von 547 auf 584 zu. «Diese Entwicklung verdeutlicht einmal mehr die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die berufliche Vorsorge», ist im Jahresbericht zu lesen.
Personelles im Stiftungsrat
Im achtköpfigen Stiftungsrat unter dem Präsidium von Administrationsrat Rolf Allenspach kam es im vergangenen Jahr zu einer personellen Veränderung: Gregor Scherzinger, Co-Geschäftsleiter bei der Caritas St.Gallen-Appenzell, hat Michael Kontzen ersetzt und als neues Mitglied für die Arbeitnehmervertretung im Stiftungsrat Einsitz genommen.
Vertiefende Einblicke und detaillierte Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 der Pensionskasse der Diözese St.Gallen finden sich online im Geschäftsbericht 2025.