Neue Kirchenstatistikerin beim SPI: Esther Gasser führt die Arbeit von Urs Winter fort
Donnerstag, 27. August 2026Das Pastoralsoziologische Institut St.Gallen (SPI) kann auf eine neue wissenschaftliche Mitarbeiterin zählen: Die 25-jährige Esther Gasser aus dem Kanton Thurgau führt die Arbeit von Urs Winter fort, der im Dezember 2025 nach langer Krankheit verstorben ist und eine grosse Lücke hinterlassen hat. Esther Gasser verantwortet fortan den Bereich Kirchenstatistik und die quantitative Sozialforschung. Insbesondere die statistischen Daten sorgen jedes Jahr auch für mediale Aufmerksamkeit.
Arnd Bünker, Leiter des SPI, unterhält sich mit der neuen wissenschaftlichen Mitarbeiterin Esther Gasser. Bild: Roger Fuchs
«Die Stelle beim SPI ist meine erste hauptberufliche Stelle nach dem Studium. Ich freue mich sehr, hier das Gelernte nun in die Praxis umzusetzen», sagt Esther Gasser. Mitte Juli hat sie die Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim SPI in einem 60 Prozent Pensum angetreten. Arnd Bünker, Leiter des SPI, zeigt sich erleichtert, dass mit Esther Gasser eine fachlich geeignete Person gefunden werden konnte, welche die Arbeit des verstorbenen Urs Winter weiterführt.
Heisst konkret: Esther Gasser leitet beim SPI die jährliche Datenerhebung bei allen katholischen Pfarreien der Schweiz, bereitet die Zahlen auf und stellt sie allen Interessierten auf «kirchenstatistik.ch» zur Verfügung. «Damit kann ich mein Flair für statistische Daten und mein Interesse an der Rolle von Kirche und Religion in der Gesellschaft verbinden», so Gasser. Auch in den verschiedenen religionsbezogenen Forschungsprojekten des SPI werde sie sich einbringen, wann immer statistische Erhebungen und Auswertungen gefragt seien.
Esther Gasser bringt einen Bachelorabschluss in Kommunikationswissenschaft und Medienforschung sowie Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich mit. Nachfolgend studierte sie im Joint Master Religion–Wirtschaft–Politik an den Universitäten Zürich, Luzern und Basel. Parallel zum Studium forschte sie drei Jahre als Hilfsassistentin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IKMZ) zu Begegnungen mit Religions- und Wissenschaftsinhalten auf Sozialen Medien sowie zu Skills in der Nutzung von künstlicher Intelligenz.
«Meine grosse Leidenschaft allerdings gilt Tabellen und Grafiken», bringt es Esther Gasser auf den Punkt. Davon gibt es in ihrem neuen Wirkungsbereich «Kirchenstatistik» wahrlich genug. Viel Zeit zum Einleben bleibt ihr nicht. Gemäss Arnd Bünker steht schon bald die Präsentation der nächsten Statistikdaten an. Noch im September würden diese publiziert.
Der Katholische Konfessionsteil des Kantons St.Gallen ist Träger des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts St.Gallen.
rf