Die Kontaktpflege zu den Kirchgemeinden steht auf neuen Pfeilern
Dienstag, 25. August 2026Mit der Reorganisation der Katholischen Administration verändern sich auch die Aufgaben des Administrationsrats des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen. So werden die Mitglieder der Exekutive fortan keine aufsichtsrechtlichen Kirchgemeinde-Revisionen mehr durchführen. Diese Aufgabe übernimmt die Verwaltung, konkret die Dienststelle Inneres. Dennoch will der Administrationsrat den Kontakt zu den Kirchgemeinden aufrechterhalten. Die künftige Kontaktpflege steht insbesondere auf vier Pfeilern.
Tamara Bischof und Stefan Meier (Leitung) arbeiten auf der Dienststelle Inneres. Bild: Roger Fuchs
Auch wenn der Administrationsrat in der neuen Organisation von den Kirchgemeinde-Revisionen entlastet wird, misst er einem regelmässigen und strukturierten Kontakt mit den Kirchgemeinden und Zweckverbänden weiterhin hohe Bedeutung bei. Zur verantwortungsvollen Wahrnehmung seiner strategischen Aufgaben sowie für fundierte Entscheidungen und Weichenstellungen bleibt die Nähe zu den lokalen Realitäten und Herausforderungen von zentraler Bedeutung.
Folglich soll der Dialog zwischen der Exekutive auf kantonaler Ebene und den Gemeindebehörden auch weiterhin bestehen – und dies verlässlich, zielgerichtet und gegenseitig gewinnbringend. Allerdings wird dieser Dialog neu ausgerichtet, wozu es entsprechende Kontaktgefässe geben wird.
Nähe zu den Kirchgemeinden bleibt wichtig
Konkret wurden vier Pfeiler definiert, welche den Austausch sicherstellen sollen. Bei dreien dieser Gefässe wird der Administrationsrat nicht selbst tätig, sondern auf Einladung hin – dazu gehören ein informeller Austausch mit den Behördenmitgliedern, die Teilnahme an kirchlichen Jubiläen, Patrozinien oder Gemeindeversammlungen sowie die Kenntnisnahme der jährlichen Jahresberichte. Zudem amtet der Rat als Rekursinstanz im gesamten Revisionswesen und nimmt demzufolge von den erteilten Anweisungen Kenntnis.
Aktiv durch den Administrationsrat initiiert – mit Unterstützung der Dienststelle – wird einmal pro Legislaturperiode ein Treffen in jedem Zweck- und Gemeindeverband. Hierzu eingeladen werden Vertreter der Kirchenverwaltungsräte, der Zweckverbände, der Kapellgenossenschaften sowie des Seelsorgeteams.
Grössere Strukturen im Blick
Alles in allem ist es dem Administrationsrat auch ein Anliegen, das Bewusstsein für grössere Organisationseinheiten mit professionellen Verwaltungen zu stärken. Der Fokus soll daher nicht einseitig auf der Ebene der einzelnen Kirchgemeinde liegen, sondern verstärkt die übergeordneten Strukturen und deren Entwicklungsperspektiven in den Blick nehmen.
Stefan Meier, Dienststellenleiter Inneres, zeigt sich überzeugt, dass mit dem eingeschlagenen Weg der Dialog zwischen dem Konfessionsteil und den örtlichen Behörden gestärkt wird.
rf