Der Zentralsteuerertrag 2025 fällt leicht tiefer aus als budgetiert

Montag, 2. März 2026

Der Katholische Konfessionsteil des Kantons St.Gallen hat im Jahr 2025 knapp 20,4 Millionen Franken an Zentralsteuern eingenommen. Unter dem Strich sind es 331’736 Franken weniger als budgetiert. Die hohe Zahl an Kirchenaustritten im 2023/24 sowie das wirtschaftliche Umfeld hätten zu diesem Einbruch geführt, sagt Verwaltungsdirektor Thomas Franck. Gleichzeitig kann das Ergebnis auch positiv gewertet werden, denn es ist wieder besser als im Vorjahr.

Thomas Franck 21

Gemäss Verwaltungsdirektor Thomas Franck ist es richtig, am eingeschlagenen Weg und den Sparmassnahmen festzuhalten.

Damit der Katholische Konfessionsteil des Kantons St.Gallen seine zentralen Aufgaben wie die Unterstützung des Bistums sowie die Leistungen in Bildung, Sozialem und Kultur erfüllen kann, zahlen die Katholikinnen und Katholiken in den Kirchgemeinden seit über hundert Jahren zusätzlich zu ihrer ordentlichen Kirchensteuer auf Gemeindeebene einen Beitrag als Zentralsteuer für die kantonale Ebene der Kirche. Mit diesen Erträgen ist rund ein Drittel des Budgets des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen gedeckt.

Weniger als budgetiert, mehr als im Vorjahr

Im Jahr 2025 fällt der Zentralsteuerertrag tiefer aus als budgetiert. Statt der erwarteten knapp 20,7 Millionen Franken waren es am Schluss knapp 20,4 Millionen. Das sei zwar eine Mindereinnahme von rund 332’000 Franken gegenüber dem Budget, sagt Verwaltungsdirektor Thomas Franck, jedoch eine Mehreinnahme von gut 436’000 Franken gegenüber dem Ergebnis von 2024.

Überrascht hat Franck das Ergebnis nicht. Angesichts der Kirchenaustritte im Nachgang zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie sowie angesichts des wirtschaftlichen Umfelds habe 2025 mit einem tieferen Zentralsteuerertrag gerechnet werden müssen. Die Budgetierung sei bereits im Sommer 2024 erfolgt, damals noch in Unkenntnis der genannten Auswirkungen.

Finanzieller Handlungsspielraum behalten

Damit sind die Befürchtungen, der Zentralsteuerertrag könnte 2025 weiter zurückgehen, nicht eingetreten. Dennoch ist es gemäss Thomas Franck richtig, am eingeschlagenen Weg und den Sparmassnahmen festzuhalten. Das Rechnungsergebnis gibt das nötige Zeitfenster, um sich auf Veränderungen in Kirche und Gesellschaft einzustellen, Sparmassnahmen weiter zu konkretisieren und so den finanziellen Handlungsspielraum in den eigenen Händen zu halten.

Wer sich ein detailliertes Bild über die Verwendung von Kirchensteuern machen will, ist mit der Website «Kirchensteuern sei dank» gut bedient. Diese gibt seit mittlerweile gut sechs Jahren Auskunft darüber, wie die Gelder verwendet werden. Dabei ist ersichtlich, dass das Geld in der Region bleibt und von der Seelsorge über Soziales, Kultur, Bildung und Infrastruktur allen Bereichen des kirchlichen Lebens zugutekommt.

Der Administrationsrat dankt allen Kirchbürgerinnen und -bürgern für die stets pflichtbewusste Bezahlung ihrer Kirchensteuern.

rf

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