Katholiken unterstützen 18 Projekte der Missions- und Entwicklungshilfe

Dienstag, 15. September 2026

Zweimal im Jahr prüft die Kommission für Missions- und Entwicklungshilfe die beim Katholischen Konfessionsteil St.Gallen eingegangenen Gesuche und verteilt Geld aus dem entsprechenden Budgetkredit. Im Rahmen der ersten Vergaberunde 2026 konnten 18 Projekte berücksichtigt werden. Insgesamt steht dem Konfessionsteil in diesem Jahr für die Missions- und Entwicklungshilfe eine Million Franken zur Verfügung. Das sind 200'000 Franken weniger als bisher. Grund dafür ist der Spardruck.

Hunger

27 Gesuche wurden von den Mitgliedern der Kommission für Missions- und Entwicklungshilfe geprüft – 18 davon werden mit Geldern aus dem Kredit für die Auslandhilfe unterstützt. Bei der Mehrheit der abgelehnten Projekte fehlt eine Gewährsperson. Auf eine solche wird Wert gelegt, um die korrekte Verwendung der Gelder sicherzustellen.

Seit Jahren unterstützt wird aufgrund einer bestehenden Partnerschaft das Monastische Institut Sant’Anselmo in Rom. Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen der ersten Vergaberunde wiederum 50’000 Franken gewährt. Konkret handelt es sich bei besagtem Institut um eine internationale Hochschule des Benediktinerordens.

Projekte in der ganzen Welt

Insgesamt belaufen sich die verteilten Gelder im Rahmen der ersten Vergaberunde auf 255’000 Franken. Die unterstützten Vorhaben reichen geografisch von Afrika und Asien bis nach Südamerika und Europa. Um möglichst vielen Projekten gerecht zu werden, strebt die zuständige Kommission in der Regel eine maximale Beitragshöhe von 20’000 Franken pro Gesuch an. In Einzelfällen kann der Beitrag auch höher sein. Das war diesmal bei einem Projekt der Fall: 25’000 Franken flossen an den Verein Elijah, der in Rumänien verwahrloste Roma-Kinder und ihre Familien unterstützt. Zudem betreibt der Verein ein Tageszentrum inklusive Notschlafstelle für Obdachlose in Bukarest.

Eine Handvoll weiterer Gesuche wird mit 20’000 Franken unterstützt, weitere erhalten Beiträge von 15’000 oder 10’000 Franken. Auffällig ist, dass bei mehreren Vorhaben Frauen und Mädchen im Mittelpunkt stehen – etwa, weil sie von Gewalt betroffen sind oder weil die Projekte ihre Lebensperspektiven verbessern wollen. Andere Initiativen engagieren sich für Flüchtlinge oder setzen sich für einen besseren Zugang zu Bildung ein.

Infolge der Reorganisation des Administrationsrats und der Katholischen Verwaltung kommt es in der Kommission für Missions- und Entwicklungshilfe zu personellen Veränderungen: Die beiden Administrationsratsmitglieder Cornelia Brändli-Bommer und Rolf Allenspach haben zum letzten Mal Einsitz genommen. Neu präsidiert Administrationsrat Hans Brändle, Departement Kirchliches, die Kommission.

rf

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