Jahresabschluss 2020 - Trotz Defizit zufrieden

Dienstag, 4. Mai 2021

Statt mit einem budgetierten Ertragsüberschuss von rund 126'000 Franken schliesst die Erfolgsrechnung 2020 des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen bei einem Gesamtaufwand von rund 76 Millionen Franken mit einem Defizit von rund 437'000 Franken ab.

Aufnahme : Regina KŸhne

Statt mit einem budgetierten Ertragsüberschuss von rund 126'000 Franken schliesst die Erfolgsrechnung 2020 des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen bei einem Gesamtaufwand von rund 76 Millionen Franken mit einem Defizit von rund 437'000 Franken ab. Unter Berücksichtigung der Umstände im Corona-Jahr 2020 ist der Administrationsrat der St.Galler Katholikinnen und Katholiken mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden.

Durch den weggebrochenen Tourismus fehlen in der Kasse der Stiftsbibliothek Ticket- und Shopeinnahmen von rund 0,9 Millionen Franken. Der Administrationsrat hofft, dass mit der geplanten Ausfallentschädigung des Kantons und der Stadt St.Gallen mindestens einen Teil dieses Defizits aufgefangen werden kann. In der Kathedrale wurde im letzten Jahr die Audio- und Videoanlage erneuert, eine Investition, die sich nicht zuletzt wegen der Livestreams und TV-Übertragungen von Gottesdiensten mehr als gelohnt hat. Zusammen mit der letzten Renovationsetappe in den Stiftsgebäuden mussten die ersten Abschreibungstranchen bereits verbucht werden, obwohl sie im Budget 2020 noch nicht enthalten waren. Denn die Kredite wurden vom Katholischen Kollegium erst im Juni 2020 gesprochen. Dies führte gegenüber dem Budget zu einem Mehraufwand von 590’000 Franken.

Diverse Minderaufwendungen, bedingt durch die Pandemie wurden beispielsweise für das Bischöfliche Ordinariat (-230’000 Franken), die Katholische Kantonssekundarschule flade (-390’000 Franken) oder das Bildungshaus Seminar St.Georgen (-50’000 Franken) verbucht. Geplante und bereits budgetierte Neuanstellungen wurden aufgrund der speziellen Situation verschoben. Der Netto-Steuerertrag lag mit 20,4 Mio. Franken 0,5 Prozent über dem Ergebnis 2019. Die Waldungen erzielten mit einem Mehrertrag von 190’000 Franken einmal mehr ein sehr erfreuliches Ergebnis. Das Defizit hielt sich somit aufgrund aller Minderausgaben, respektive einzelner Mehrerträgen, trotz schwierigem Umfeld und Geschäftsjahr 2020 in engen Grenzen.

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