Guggenmusik, Show, Würste und viel Fröhlichkeit – Fasnacht an der flade lebt
Donnerstag, 12. Februar 2026Es chläpft, hallt und vibriert – Die Guggenmusik Chapf Chläpfer aus Engelburg markieren den Start zu einem etwas anderen Schultag an der flade: Farbenfroh und schrill, völlig unerkannt oder raffiniert getarnt feiern die Schülerinnen und Lehrpersonen der Meitleflade den Schmutzigen Donnerstag. In der Buebeflade freuen sich derweil hungrige Mägen auf die traditionellen Fasnachtswürste. Und Lehrer Daniel Mata feiert mittags im Lehrerzimmer Premiere mit seiner diesjährigen Schnitzelbank.
Lebhafte Darbietungen prägen das Nachmittagsprogramm am Fasnachtstag an der Meitleflade. Bild: Roger Fuchs
«Wär ich ein Möbelstück, dann wär ich eine Lampe aus den Siebzigern», tönt es aus den Instrumenten der Chapf Chläpfer, die in diesem Jahr gold-schwarz gekleidet ihr 40-Jahr-Guggenjubiläum feiern. Es dauert nicht lange, da singen in der dekorierten Turnhalle der Meitleflade auch schon erste Schülerinnen mit.
Abwechslungsreiches Tagesprogramm
Einen Tag lang bevölkerten Diven, Biene Majas, Marienkäfer, Feuerwehrleute, Sherlock Holmes, Tiger, Pandas und allerlei weitere «Viecher» die Korridore des Gallusschulhauses. «Von Kindheitsheldinnen bis Super-Schurken» lautete das diesjährige Fasnachtsmotto. Die Stunden wurden einerseits mit zahlreichen Ateliers gefüllt, andererseits prägte ein vielseitiges Showprogramm mit Film, Tanz, Theater, Playpackshow, Maskenprämierung und der stets sehnsüchtig erwarteten Lehrpersonen-Produktion den Tag.
Die jungen Fasnächtlerinnen genossen es, für einmal aus der Norm zu fallen. Beim Fotoshooting konnten sie in ihren kreativen Verkleidungen posieren. Die Darbietung der Lehrpersonen handelte von zwei Schurkinnen, die Schülerinnen und Lehrpersonenteam der Meitleflade verzaubert haben – ob in Mathematik oder beim Turnunterricht, Faulheilt überwiegt. Erst zwei Feen auf ihren Steckenpferden können das Ruder wieder rumreissen und den Schurkinnen das Handwerk legen. Der laute Jubel und manch herzhafte Lacher der Zuschauenden waren den Akteurinnen/en auch in diesem Jahr gewiss.
Pointierte Sicht der Weltlage
Ganz anders, aber ebenso traditionell, präsentierte sich das fasnächtliche Setting an der Buebeflade. Würste und Brot wurden in der Pause verteilt und sowohl von den Schülern als auch Lehrpersonen dankbar gefasst. Im Lehrerzimmer wartete als mittäglicher Höhepunkt der Auftritt des Lehrerkollegen und Schnitzelbankers Daniel Mata – ein Moment, den sich auch Schulpräsidentin und Administrationsrätin Barbara Hächler nicht entgehen liess.
Als Maler gekleidet nimmt Mata heuer das lokale wie auch weltpolitische Geschehen unter die Lupe und zeichnet pointiert seine Sicht der Dinge. Dabei bekommt der St.Galler Stadtrat Markus Buschor ebenso sein Fett weg wie Donald Trump. Die Details aus seiner Schnitzelbank, mit der er in den kommenden Tagen auf Tournee geht, werden hier noch nicht verraten.
Mag der Wirbel aus Musik und Kostümen auch stets zügig wieder verhallen – die fasnächtlichen Erinnerungen an der flade leben bei den Beteiligten lange weiter.
Text und Bilder: Roger Fuchs