St.Galler Katholiken helfen zweifach: Erdbebenopfern und Ebola-Betroffenen

Freitag, 3. Juli 2026

Der Katholische Konfessionsteil des Kantons St.Gallen unterstützt zwei aktuelle Nothilfeprojekte: Für die humanitäre Hilfe nach den schweren Erdbeben in Venezuela werden der Caritas Schweiz 20'000 Franken zur Verfügung gestellt. Weitere 5'000 Franken gehen an die Stiftung Rhugwasanye in Triesen (FL) zur Unterstützung von Kindern und Familien in den vom Ebola-Virus betroffenen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo.

Powerful Earthquakes Strike Venezuela

Erdbeben in Venezuela - Suche nach Vermissten. Foto: Caritas Schweiz

Venezuela ist in der Nacht auf Donnerstag, 25. Juni 2026, innerhalb von einer Minute von zwei starken Erdbeben erschüttert worden. Nebst vielen Todesopfern gelten noch fast 50’000 Menschen als vermisst.

Vor Ort koordiniert Caritas Venezuela gemeinsam mit dem internationalen Caritas-Netzwerk erste Hilfsmassnahmen. Sie hat bereits im ganzen Land Sammelstellen für Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Güter eingerichtet, um die betroffenen Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Dabei stützt sich Caritas Venezuela auf ein Netzwerk von über 40’000 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die lokal verankert sind und die betroffenen Menschen rasch erreichen.

Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen hat dieser Tage einen Beitrag in der Höhe von 20’000 Franken gutgeheissen, um so zur Linderung der Not beizutragen. Die St.Galler Katholikinnen und Katholiken bringen damit ihre Verbundenheit mit den betroffenen Menschen in Venezuela zum Ausdruck. Das Geld kommt via Caritas Schweiz den Notleidenden zugute.

Hilfe für junge Opfer des Ebola-Virus

Geholfen wird auch in der Demokratischen Republik Kongo. Vor rund eineinhalb Monaten ist dort ein Ebola-Ausbruch festgestellt worden. Die Epidemie wütet in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. Bei der Bekämpfung des Virus gibt es Hindernisse: Die Aktivitäten von bewaffneten Gruppen und Milizen erschweren die Situation vor Ort. Zudem trifft das Virus auf ein bereits geschwächtes Gesundheitssystem im Land.

Mit der Gutheissung von 5000 Franken zur Unterstützung der Hilfsmassnahmen reagiert der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen auf ein Schreiben der Wohltätigkeitsorganisation Rhugwasanye mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein. Die Stiftung setzt sich seit zehn Jahren für Kinderopfer bewaffneter Konflikte im Osten des Kongo ein. Nun sind auch angesichts des Ebola-Ausbruchs Hilfsaktion geplant: Hilfe für 400 Familien (2’400 Kinder), für 300 auf der Strasse lebende Kinder sowie Unterstützung in Form von Notfall-Schutzausrüstungen für sechs Gesundheitszentren, davon drei in Nord-Kivu und drei in Süd-Kivu.

Text: Roger Fuchs
Bild: Caritas Schweiz, Erdbeben in Venezuela

 

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