Japanischer Botschafter besucht zum ersten Mal die Stiftsbibliothek

Donnerstag, 18. September 2025

Da muss selbst der Botschafter von Japan, Yoshinori Fujyama, sein Mobilephone zücken: Erstmals hat er am Donnerstag, 18. September, die Stiftsbibliothek St.Gallen besucht – dies im Beisein seines ersten Sekretärs sowie des St.Galler Regierungspräsidenten Beat Tinner, Regierungsrat Marc Mächler und Administrationsratspräsident Armin Bossart. Gestaunt hat beim Besuch auch Stiftsbibliothekar Cornel Dora: Er brauchte die Führung nicht auf Englisch zu halten, denn der Botschafter verstand Deutsch.

Regierungsrat Marc Hächler, Der Japanische Botschafter Yoshinori Fujyama, Regierungspräsident Beat Tinner, Stiftsbibliothekar Cornel Dora, Administrationsratspräsident Armin Bossart Kopie

Regierungsrat Marc Mächler, der japanische Botschafter Yoshinori Fujyama, Regierungspräsident Beat Tinner, Stiftsbibliothekar Cornel Dora, Administrationsratspräsident Armin Bossart. Bild: Roger Fuchs

Vergangenes Jahr konnte das 160-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und der Schweiz gefeiert werden. Seit 2022 wirkt Yoshinori Fujyama als Botschafter von Japan in unserem Land, in früheren Jahren hatte er dieselbe Funktion für Länder wie Deutschland und Usbekistan inne.

Eine knappe halbe Stunde blieb Stiftsbibliothekar Cornel Dora Zeit, dem Gast im Barocksaal die Geschichte dieser Bibliothek zu umreissen. Dabei kamen auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen zur Sprache. Vor einer der Vitrinen lenkte Dora die Blicke auf die Dokumente mit sogenannten Neumen, welche die Mönche einst zur Aufzeichnung von Melodien verwendet hatten. «Die Stiftsbibliothek St.Gallen besitzt einige der weltweit ältesten vollständigen Handschriften mit Neumennotation», sagte er sichtlich stolz.

Wie sehr dem japanischen Botschafter die Stipvisite in der schönsten Bibliothek der Schweiz gefallen hat, beweist der Eintrag ins Gästebuch. Dabei bedankt er sich nicht nur für die beeindruckenden Ausführungen zur Kultur und Geschichte, sondern auch für die Freundlichkeit, die er von seinem Gastgeber erleben durfte.

rf

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