Gaster ist die erste Seelsorgeeinheit mit dem Label «jugendfreundlich»

Montag, 1. Juni 2026

Zum ersten Mal ist dieser Tage das Label «jugendfreundliche Kirche» vergeben worden. Preisträgerin ist die Seelsorgeeinheit Gaster. Vergeben wird das Label durch die vom Konfessionsteil finanzierte «DAJU – Fachstelle kirchliche Jugendarbeit» sowie durch die lokalen Arbeitsstellen für kirchliche Jugendarbeit (akj’s). «Gaster ist tatsächlich die erste Seelsorgeeinheit mit dieser Auszeichnung», bestätigt Verena Kaiser von der DAJU. Bei der Vergabe vor Ort war auch Administrationsrätin Cornelia Brändli-Bommer.

Podium

Podium, von links nach rechts: Administrationsrätin Cornelia Brändli, Roman Rieger (Bistum), Mirco Meier (Jugendarbeiter), Gabi Corvi (Präsidentin Kirchenverwaltungsrat Schänis-Maseltrangen), Thomy Walker (Jugendarbeit Weesen), Johanna Harder (Jugendarbeiterin i.A.), Verena Kaiser von der DAJU. Bild: zVg.

«Die Anerkennung durch das Label würdigt eine Jugendarbeit, die in den vergangenen Jahren konsequent aufgebaut wurde und heute sowohl konzeptionell als auch operativ sehr gut aufgestellt ist», schreibt die Seelsorgeeinheit Gaster freudvoll in einer Mitteilung. Durch ihren Jugendarbeiter sei die Jugendarbeit in den letzten Jahren kontinuierlich entwickelt und verankert worden. Der Lohn dafür ist nun die Auszeichnung mit dem Label «jugendfreundlich».

Gemäss Verena Kaiser von der «DAJU – Fachstelle kirchliche Jugendarbeit» ist diese Labelvergabe nicht nur eine Premiere, sondern es ist auch die einzige Vergabe in diesem Jahr. «Wir sind in Gesprächen mit Interessierten, aber das ist noch nicht spruchreif», sagt sie auf Anfrage.

Die Labelvergabe wird von den akj’s, die in der jeweiligen Region der Seelsorgeeinheit tätig sind, sowie von der DAJU fachlich begleitet. Die eigentliche Entscheidung der Vergabe geschieht sodann über die DAJU. Gemäss Verena Kaiser gibt es einen Katalog mit Standards und Qualitätskriterien, die überprüfbar seien. Entwickelt worden sei das Ganze in einer Arbeitsgruppe mit Vertretungen aus der DAJU und den akj’s zusammen mit einer externen Fachperson aus der Qualitätsentwicklung. Verena Kaiser spricht von einem intensiven Prozess.

In diesen Tagen wurde nun in der Seelsorgeeinheit Gaster die erste Übergabe offiziell gefeiert. Auf einem im Rahmen der Feierlichkeiten durchgeführten Podium mit dabei war seitens des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen auch Administrationsrätin Cornelia Brändli-Bommer. «Für den Administrationsrat ist die Förderung junger Menschen eine Investition in die Zukunft von Kirche und Gesellschaft», sagt sie. Als Mutter von erwachsenen Kindern wisse sie zudem, wie prägend die Jugendjahre seien. «Ich wünsche mir eine lebendige und zukunftsorientierte Jugendarbeit, die junge Menschen stärkt, Gemeinschaft fördert und ihnen die Möglichkeit gibt, Kirche aktiv mitzugestalten.» In der Seelsorgeeinheit Gaster habe man alles richtig gemacht und auch Geld in die örtliche Jugendarbeit investiert.

Mehr zum Label auf der Website der DAJU. Verena Kaiser hält abschliessend fest: «Es kann sehr viel Wertvolles in der Jugendarbeit entstehen, wenn die verschiedenen Akteurinnen und Akteure zusammenwirken und den Jugendlichen Räume zur Gestaltung ermöglicht werden.»

rf

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