Ein Album voller Spuren: Abschied von Felix Oesch prägt flade-Schuljahresabschluss

Samstag, 4. Juli 2026

Es ist ein Markenzeichen der flade: Lehrerinnen und Lehrer mit langen Dienstzeiten. Nachdem 2025 zum Schuljahresende Johann Schuster als Schulleiter der Buebeflade mit 40 Dienstjahren verabschiedet werden konnte, war heuer Felix Oesch an der Reihe. 41 Jahre hielt er der flade die Treue. Beim Schuljahres-Schlussessen gabs würdigende Worte von Administrationsrätin und Schulpräsidentin Barbara Hächler, gefolgt von Standing Ovation. Im Fokus standen weitere Abschiede, Jubilare und eine zentrale Botschaft: Man blickt zuversichtlich nach vorn.

Standing Ovation für Felix Oesch von den rund 150 anwesenden Lehrpersonen, Mitgliedern des Schulrats und des Administrationsrats

Standing Ovation für Felix Oesch von den rund 150 anwesenden Lehrpersonen, Mitgliedern des Schulrats und des Administrationsrats sowie bereits pensionierten Gästen. Bild: Roger Fuchs

Gross war die Erleichterung, als im letzten Herbst die Nachricht der St.Galler Kantonsregierung kam, dass der flade-Artikel im Volksschulgesetz verankert bleibt. Verschiedentlich drückte Schulpräsidentin Barbara Hächler beim Schuljahres-Schlussessen der Lehrpersonen noch einmal ihre Freude darüber aus. «D flade bruchts», so Hächler, die revuepassieren liess, was man gemeinsam erreicht hat.

Die emotionalsten Momente des Abends gehörten den Verabschiedungen – insbesondere jener von Felix Oesch, der 41 Jahre lang als Lehrer an der Buebeflade wirkte. Ein kritischer Geist sei er gewesen, so Barbara Hächler. Nicht immer habe er den einfachsten Weg gewählt, aber sehr oft den richtigen. «Felix Oesch war eine Lehrperson, die fordert und fördert. Er hinterlässt viele Spuren, insbesondere in den Menschen, die mit ihm gearbeitet haben, die von ihm gelernt, mit ihm diskutiert und gerungen haben.»

Die Art, wie Felix Oesch an der Schule gewirkt habe, lasse sich nicht ersetzen. Mit Klarheit, kritischem Blick, Humor und grossem Engagement habe er sich eingesetzt. Und er war einer, der auch die Musik der flade geprägt hat. Sein Wirken mit einem einzelnen Song zusammenzufassen, geht gemäss der Schulpräsidentin nicht. «Felix Oesch ist ein ganzes Album – eines mit vielen Facetten, leisen Tönen, kraftvollen Akkorden – jedoch immer mit viel Charakter.» Der Neo-Pensionär zeigte sich gerührt und quittierte die Worte und Standing Ovation mit einer innigen Verneigung.

Abschiede, Neuanfänge, Jubilare

Ebenfalls in die Pension verabschiedet wurde Anna-Maria Stampfli aus dem Notkerschulhaus. 17 Jahre lang hatte sie hier eine berufliche Heimat gefunden und vielem im Schulalltag ihre Handschrift aufgedrückt. Noch nicht pensioniert, aber neue berufliche Wege schlagen folgende Lehrpersonen ein: Cristina Orfanidis (6 Jahre im Klosterschulhaus), Selina Citera (7 Jahre im Klosterschulhaus), Matthias Wenk (1 Jahr im Gallusschulhaus).

Ins Zentrum rückte Barbara Hächler bei ihrer Rede auch die diesjährigen Jubilare: Fabio Mares, 30 Jahre im Klosterschulhaus; Remo Akermann, 25 Jahre im Gallusschulhaus; Beatrice Gutmann Keller, 25 Jahre im Gallusschulhaus; Brigitte Schobel 20 Jahre im Gallusschulhaus und Sybille Louis, 15 Jahre im Notkerschulhaus. Gemeinsam bringen sie es auf 115 Dienstjahre. Hächler bezeichnete die langjährigen Mitarbeitenden als Botschafterinnen und Botschafter der flade. «Und wer so lange im Schulalltag bestehen kann, besitzt definitiv Fähigkeiten, die man sonst nur bei Superheldinnen und Superhelden findet.»

Gemeinsam etwas bewegen

Zweifelsfrei ist die Arbeit nicht zu Ende, neue Herausforderungen wird es zu meistern geben, neue Taten brauchen. Barbara Hächler jedoch weiss: An der flade engagieren sich Menschen mit Herzblut. Dies unterstrich auch Sonja Dietrich, Schulleiterin der Meitleflade, in ihrer Gastansprache. Konkret sprach sich von einer flade-Familie, in der sich alle mit ihren Fähigkeiten einsetzten. Keinesfalls wolle man stehen bleiben, sondern das, was wichtig erscheine, in modernen Formen an der Schule leben. Die flade-Familie ist bereit, unterstützt von Schulrat und Administrationsrat, auch künftig mit Engagement für die flade einzustehen.

Zuvor soll nun jedoch die Sommerzeit genossen werden mit Vorfreude auf die gemeinsamen Momente im nächsten Schuljahr, wie Barbara Hächler abschliessend festhielt.

Text und Bilder: Roger Fuchs

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