Vereinbarung über Finanzierung der “flade“ getroffen

Montag, 15. September 2014

Vereinbarung über Finanzierung der "flade" getroffen

Stadt St.Gallen und Katholischer Konfessionsteil haben sich auf eine Finanzierungslösung für die flade geeinigt, die eine Erhöhung des städtischen Beitrags von bisher 2,6 Millionen auf neu maximal 4,3 Millionen Franken pro Jahr vorsieht. Bis Ende Schuljahr 2015/16 wollen beide Partner die bereits begonnenen Verhandlungen zur Ausgestaltung einer Oberstufenlösung für die flade abschliessen.

Vor dem Hintergrund der per 2016 gestrichenen kantonalen Schulbeiträge an die flade (Entlastungsprogramm 2013, -CHF 2.09 Mio.) ist das Ziel beider Schulträger die gesamtheitliche Regelung der Oberstufe in der Stadt St.Gallen, was Schulbetrieb, pädagogische Aspekte, Finanzierung, Zuständigkeit und Organisation anbetrifft. Entsprechend erfolgt im Sinne eines Zwischenschritts die finanzielle Mehrbeteiligung der Stadt St.Gallen vorderhand auf gut drei Jahre befristet. Die Gestaltung einer definitiven Lösung ist abhängig vom Verhandlungsergebnis.

Finanzierung vereinbart
Die bis Ende Schuljahr 2018/19 befristete Finanzierungslösung sieht eine maximale jährliche städtische Beitragsleistung von CHF 4.3 Mio. vor. Die Zusatzleistung ist errechnet aus einem Schulgeld von CHF 12'000 pro Sekundarschülerin und -schüler aus der Stadt St.Gallen, multipliziert mit der prognostizierten Anzahl von 358 Schülerinnen und Schülern für die nächsten Jahre. Bislang leistete die Stadt einen Schulbeitrag von rund CHF 2.6 Mio. aus der so genannten Steuerrepartition. Die Mehrleistungen seitens der Stadt betragen in der gesamten Übergangszeit rund CHF 6.2 Mio. Diese Finanzierung ist Teil einer gemeinsamen Vereinbarung von Stadt und Konfessionsteil. 

Verhandlungen für eine Realschule an der flade laufen
Der Katholische Konfessionsteil und die Stadt St.Gallen haben bereits verschiedentlich Verhandlungen zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Oberstufe in der Stadt St.Gallen geführt. Ziel aller Bestrebungen ist es, auf Stadtgebiet eine gesamtheitliche Oberstufenlösung zu erarbeiten. Auch das kantonale Oberstufenkonzept sieht die Zusammenarbeit der beiden eigenständig geführten Typen Sekundarschule und Realschule auf Basis einer gemeinsamen Schulkultur unter einem Dach (Oberstufenzentrum) vor. Dabei soll das Verhältnis von Sekundarschülerinnen und Sekundarschülern sowie Realschülerinnen und Realschülern ausgeglichen sein.

Aktuell beträgt das Verhältnis zwischen den beiden Schultypen Sek und Real auf der Oberstufe der Stadt St.Gallen 41:59 Prozent, weil die flade bislang keine Realschule anbieten konnte. Die flade ist jedoch gewillt, künftig auch eine Realschule zu führen und den Unterrichtsalltag wie bereits in ihren jetzigen Sekundarklassen so zu gestalten, dass auch Schülerinnen und Schüler anderer Glaubensrichtungen beziehungsweise Konfessionslose unterrichtet werden können. Bereits heute gehören an der flade mehr als ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler einer anderen Konfession oder Religion an oder sind konfessionslos.

Weiteres Vorgehen
Das Stadtparlament wird voraussichtlich am 28. Oktober 2014 über das zusätzliche Schulgeld befinden. Der Beschluss untersteht dem fakultativen Referendum. Der Bericht über das Verhandlungsergebnis wird im Katholischen Kollegium in der Novembersession behandelt. Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils und der St.Galler Stadtrat haben die Vereinbarung bereits gutgeheissen.

Über das Ergebnis der Verhandlungen betreffend die Führung und Finanzierung der flade als öffentliche Oberstufenschule informierten Hans Wüst, Administrationsratspräsident, Margrit Stadler-Egli, Schulratspräsidentin flade und Administrationsrätin, Thomas Scheitlin, Stadtpräsident, Markus Buschor, Stadtrat (v.l.n.r.)
 
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