Die Suche geht weiter

Dienstag, 08. Juli 2014

Stefan Meier, Rorschach, als Kurator für die katholische Kirchgemeinde eingesetzt
Die Suche geht weiter

Seit Anfang Januar 2014 ist der Kirchenverwaltungsrat (KVR) ohne Präsident oder Präsidentin. Der Administrationsrat, die "Regierung" des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen, hat nun Stefan Meier, Rorschach, als Kurator eingesetzt. Eine seiner Hauptaufgaben ist, die Funktion des Präsidenten auszuüben und die Gesamterneuerungswahlen vom 13. September 2015 vorzubereiten. Zusammen mit dem Rat wird er alles daran zu setzen, dass der KVR mit einem kompletten Rat in die Amtsdauer 2015/2018 starten kann.

Die Einsetzung eines Kurators war vom KVR Uznach am 7. Mai 2014 beim Administrationsrat beantragt worden. Der nun eingesetzte Stefan Meier (1978) ist als KVR-Präsident und Stadtrat in Rorschach sowie Inhaber eines Beratungsbüros bestens qualifiziert für diese Aufgabe. Der bisherige Vizepräsident Christoph Meier dankte anlässlich der Übergabe der Amtsgeschäfte im Begegnungszentrum für die gute Zwischenlösung. Der Bau- und Wirtschaftsingenieur mit eigener Firma hatte seit dem sofortigen, familiär begründeten Rücktritt der ehemaligen Kirchenverwaltungsratspräsidentin interimistisch die Führung der Amtsgeschäfte übernommen. Von Beginn weg hatte er klar signalisiert, dass er das Amt aus beruflichen Gründen nicht bis Ende der Amtsdauer 2012/2015 übernehmen möchte. Gerne arbeitet er weiter im Rat mit, den er als aktiv und sehr kollegial erlebt. "Wir spüren den Trend der Zeit", sagt Christoph Meier. "Überall wird es immer schwieriger, ehrenamtlich tätige Personen zu finden die zeitliche Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung stellen können".

Das wird in Uznach nicht zum ersten Mal deutlich. Von Januar 2014 bis zur Bürgerversammlung am 13. April waren über 20 Personen angefragt worden, ohne Erfolg. Und schon im Frühjahr 2012, nachdem drei von vier Kirchenverwaltungsräten den sofortigen Rücktritt erklärt hatten, setzte der Administrationsrat einen Kurator ein. Ihm gelang es damals noch, für sämtliche vakanten Mandate inklusive Präsidium Nachfolger und Nachfolgerinnen zu finden.

Verschiedene Szenarien
Die Suche wird nun durch Stefan Meier erneut intensiv aufgenommen. Würde er vor den im ganzen Kanton durchgeführten Gesamterneuerungswahlen im September 2015 fündig, wäre eine Ersatzwahl an der Bürgerversammlung im Frühjahr 2015 möglich. "Wenn alle Stricke reissen, muss der Administrationsrat über das weitere Vorgehen beraten", ergänzt Thomas Franck, Verwaltungsdirektor des Kath. Konfessionsteils des Kantons St.Gallen. "Dann ist die Vereinigung mit einer oder mehreren anderen Kirchgemeinden ein mögliches Folgeszenario". Dies würde die Möglichkeit eröffnen, eine Verwaltungsstelle zu schaffen, was eine echte Entlastung für die Ratsmitglieder wäre. "Heute müssen wir viele operative Arbeiten selber erledigen", sagt Vizepräsident Christoph Meier, was auch Aktuarin Marsi Kuster bestätigt.

Keine Dauerlösung
Das kantonale Gemeindegesetz ermächtigt den Administrationsrat zu angemessenen Massnahmen zur Wiederherstellung oder Sicherung der gesetzlichen Ordnung. Der Kurator kann keine Dauerlösung für die Kirchgemeinde Uznach sein. Das durch die Kirchgemeinde finanzierte Mandat ist befristet bis zum 31. Dezember 2015. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem KVR-Uznach", betont Stefan Meier. Die Chancen auf eine gute Lösung sind für ihn intakt. Ein Vorteil ist, dass dem Rorschacher die Region nicht unbekannt ist, er war unter anderem beratend tätig bei der Vereinigung der Kirchgemeinden Schänis und Maseltrangen.

Christoph Meier (l.) ist froh darüber, dass mit der Einsetzung des Kurators Stefan Meier eine gute Zwischenlösung für das KVR-Präsidium gefunden werden konnte.
 
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