Neue Ausstellungsangebote im Stiftsbezirk St.Gallen

Mittwoch, 25. April 2018

Das UNESCO-Weltkulturerbe Stiftsbezirk St.Gallen ist von zentraler touristischer Bedeutung für die Ostschweiz. Mit neuen Dauerausstellungen von Stiftsarchiv und Stiftsbibliothek stärken der Katholische Konfessionsteil des Kantons St.Gallen und der Kanton St.Gallen die Vermittlung dieses wichtigen St.Galler Kulturerbes. In der Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung konnte zudem ein starker Partner für die künftige Entwicklung und Ausrichtung des Stiftsbezirks gewonnen werden.

Der Stiftsbezirk St.Gallen ist als UNESCO-Weltkulturerbe identitätsstiftend für Stadt, Region und Kanton St.Gallen und ein zentraler touristischer Anziehungspunkt. Im Wissen darum engagieren sich Kanton, Stadt, Katholischer Konfessionsteil, das Bistum und St.Gallen Bodensee Tourismus seit Jahren gemeinsam für dessen Entwicklung. So präsentierten sie im Jahr 2016 den Management-Plan für den Stiftsbezirk, der die Ziele zum nachhaltigen Schutz, zum Erhalt und zur Vermittlung des Weltkulturerbes festlegt und entsprechende Massnahmen definiert.

Realisierung neuer Ausstellungen
Für die Vermittlung des Weltkultuerbes werden der Katholische Konfessionsteil des Kantons St.Gallen und der Kanton zwei neue Ausstellungsangebote von Stiftsbibliothek und Stiftsarchiv schaffen. Konkret wird das bestehende Angebot in der Stiftsbibliothek mit einer neuen Ausstellung im Gewölbekeller modernisiert, die Ende 2018 eröffnet und die St.Galler Klostergeschichte behandeln wird. Im Frühjahr 2019 folgt die Eröffnung einer völlig neuen, dauerhaften Ausstellung des Stiftsarchivs im Zeughausflügel des Regierungsgebäudes. Darin präsentiert das Stiftsarchiv St.Gallen als ältestes Klosterarchiv des Abendlandes das Dokumenten-Erbe des Klosters St.Gallen. Als Höhepunkte zeigt die Ausstellung in einer erlebnisbetonten Ausstellung einem breiten Publikum erstmals den berühmten St.Galler Klosterplan der Stiftsbibliothek im Original sowie Originalobjekte aus dem klösterlichen Archiv, wie das St.Galler Professbuch oder die einzigartigen frühmittelalterliche Privaturkunden, anhand derer das soziale, wirtschaftliche und politische Leben im frühen Mittelalter rekonstruiert werden kann.

Partnerschaft mit St.Galler Stiftung
Neben diesen Anstrengungen für die Vermittlung des kulturellen Erbes soll sich der Stiftsbezirk auch touristisch weiterentwickeln. Hierfür erarbeitete der Kulturmanagement- Spezialist Dr. Patrick Cotting im Sommer 2017 eine Studie zur strategischen Positionierung des gesamten Stiftsbezirks. Zur Umsetzung dieser Erkenntnisse, die organisatorisch-strukturelle Veränderungen mit sich bringt, sind Kanton und Katholischer Konfessionsteil nun eine starke Partnerschaft mit der Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung eingegangen. Diese wird in einer strategischen Zusammenarbeit während zehn Jahren Aktivitäten und Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung im Stiftsbezirk St.Gallen sowohl ideell als auch finanziell mit mehr als zwei Millionen Franken massgeblich unterstützen.

Stärkung von Marketing und Vermittlung
Auf die erwähnten Eröffnungen der zwei neuen Ausstellungsangebote hin werden insbesondere Betrieb, Marketing und Vermittlung verstärkt. Die Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung wird dazu während den nächsten zehn Jahren hälftig die Kosten einer neuen Leiterin bzw. eines neuen Leiters Betrieb und Vermittlung übernehmen und auch weiterhin die Leistungen der CCI Cotting Consulting AG für den Stiftsbezirk St.Gallen, mit dem Kulturmanager Dr. Patrick Cotting an deren Spitze, finanzieren.

Medienmitteilung aus dem Departement des Innern

Der einzigartige St.Galler Klosterplan wird im neuen Ausstellungssaal erstmals öffentlich präsentiert werden.
 
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