Administrationsrat sagt Nein zur «No Billag»-Initiative

Mittwoch, 07. Februar 2018

Die «No Billag»-Initiative hat wesentlichen Einfluss auf das religiöse Zusammenleben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Ihre Annahme würde die Präsenz der Kirchen und der Religionen in den säkularen Medien mutmasslich stark einschränken.

Schweizer Radio und Fernsehen übertragen Gottesdienste und Predigten und nehmen mit dem «Wort zum Sonntag» (TV) und dem «Wort aus der Bibel» (Radio) mediale Verkündigung wahr. In zahlreichen weiteren Sendegefässen («Perspektiven», «Blickpunkt Religion», «Sternstunde Religion») bereiten sie religiöse Themen journalistisch auf. Mit der Annahme der «No Billag»-Initiative gingen diese Gefässe und viele andere Religionssendungen verloren. Auch die Existenz der Regionalsender wie TVO oder FM1, die mit «Gott und d’Welt» und «Gedanken zur Zeit» auch ökumenische Medienarbeit leisten, wäre ernsthaft gefährdet.

Aus diesen Gründen empfiehlt der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (No Billag)» abzulehnen.

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