Sanierungsarbeiten haben begonnen

Montag, 26. Juni 2017

Katholischer Konfessionsteil Kanton St.Gallen: Sanierung Innerer Klosterhof
Sanierungsarbeiten haben begonnen

Der ständige kosten- und arbeitsintensive Unterhalt von Gebäuden und Anlagen ist eine wichtige Aufgabe des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen. Der Innere Klosterhof wird in drei Schritten umfassend saniert. Von Mitte Juni bis Mitte Oktober dieses Jahres erfolgt die erste Etappe – die Erneuerung des unterirdischen Leitungsnetzes. 2018 beginnt die Sanierung der Gebäudefassaden und zuletzt erfolgt die Neugestaltung des Platzes. Das Budget für das Gesamtprojekt beträgt rund 2,9 Mio. Franken.

Das komplizierte Werkleitungssystem liegt drei bis vier Meter unter dem Boden und ist sanierungsbedürftig. Dazu gehört auch ein 250-jähriger Tunnel. Es ist deshalb sinnvoll, den schönen Innenhof nicht nur oberirdisch, sondern vor allen anderen Arbeiten unterirdisch zu erneuern und auszubauen. Zu den bereits vorhandenen Leitungen für Wasser, Abwasser, Meteorwasser oder Elektrizität wird ein zusätzliches Trassee für Fernwärme und eine Ölleitung angelegt.

Fassaden und Fenster
Die Fassaden der Kathedrale, der Stiftsgebäude Richtung Moosbruggstrasse sowie an den Gebäuden der Stiftsbibliothek und «Buebe flade» sind in den vergangenen Jahren bereits restauriert worden. So bilden die Renovationen im Inneren Klosterhof den Abschluss aller Fassaden-Arbeiten an diesen Gebäuden. Durch den Ersatz der meist noch aus den fünfziger Jahren stammenden Fenster erreichen die Projektverantwortlichen zusätzlich eine energetische Optimierung.

Sanierung und Neugestaltung
Als dritter und letzter Schritt erfolgt die Sanierung und Neugestaltung des Platzes. Regen hinterlässt heute regelmässig tiefe Pfützen, Kopfsteinpflaster und Platten sind Stolpersteinen für die Fussgänger. Eine einheitliche Pflästerung ersetzt künftig den heutigen Bodenbelag. Die Blumenrondelle mit Springbrunnen im Zentrum des Klosterhofes wird neu kleiner, die Abgrenzung aus Stein an vier Stellen geöffnet. Zwischen Umrandung und Brunnen entsteht ein begehbarer Zwischenraum. Die Umrandung wird so eine in Richtung Brunnen ausgerichteten Sitzbank. Kleinere Bäume mit lichtem Laub und hohen, feinen Stämmen sollen Frische und Farbe in den Klosterhof bringen und lassen gleichzeitig den Blick frei auf die Gebäude und Klostertürme.

Mit Archäologie und Denkmalpflege
Bereits im Sommer 2016 wurden archäologische Sondiergrabungen vorgenommen. Das Resultat zeigte, dass grosse Teile der geplanten Arbeiten nicht in eine für die Archäologie relevante Tiefe gehen. Die Ausgestaltung des Projektes wurde zudem in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege erarbeitet. Der Zugang zu allen Gebäuden ist während der ganzen Bauphase sichergestellt. (konf./Thomas Franck)

druckenzum Seitenanfangzurück