Administrationsrat Fridolin Eberle als Autor und Fotograf unterwegs

Dienstag, 23. Mai 2017

BAD RAGAZ. Ehrenkanonikus Josef Anton Müller und Dr. Leo Pfiffner gaben 1951, beziehungsweise 1986, je ein Buch zu Kirchen und Kapellen im Sarganserland heraus. Administrationsrat Fridolin Eberle bedauerte, dass beide Schriften vergriffen waren und machte sich gleich selbst ans Werk. 80 Kirchen und Kapellen in allen acht Gemeinden (19 Dörfern) des Sarganserlandes hat er für die Neuauflage besucht, fotografiert und beschrieben.

Im Sarganserland gibt es eine beeindruckende Anzahl von Gebetsstätten. Aus Platzgründen hat der Autor gar verzichtet auf die zusätzliche Darstellung Hauskapellen in Spitälern, Heimen, auf viele Bildstöckli, Weg-, Alp- und Gipfelkreuze. Entstanden ist eine schöne Sammlung von Bildern und Texten, kurz beschrieben ist zu allen Kirchen und Kapellen Geschichtliches, die Lage, Öffnungszeiten und dort wo Gottesdienste gefeiert werden die entsprechenden Zeiten.

Geschichte des Christentums
Das Buch mit rund 100 Seiten liest sich wie eine kleine Geschichte des Christentums in der Region. Bereits im Jahr 831 stand beispielsweise die erste Kirche in Bad Ragaz, oder seit 1050 ist ein Gotteshaus in Vättis erwähnt. Im Calfeisental bauten die aus dem Wallis emigrierten Freien Walser Ende des 13. Jahrhunderts das weit herum berühmte Kirchlein St.Martin. Von einer Lawine stark beschädigt wurde 1703 eine dem heiligen Salvator geweihte Kapelle auf dem St.Margrethenberg. Der Pfäferser Abt Bonifaz I. befahl, die Ruine abzureissen, fünf Jahre später weihte er den Neubau ein.

Durch alle Jahrhunderte entstanden Kirchen- und Kapellbauten, die verschiedensten Heiligen geweiht sind. Noch in jüngerer Zeit errichteten die Sarganserländer neue Gebetsstätten, die jüngste unter ihnen ist die neuapostolische Kirche von Bad Ragaz. Der bekannte Kräuterpfarrer Johan Künzle (1909-1920 Pfarrer in Wangs) liess 1912/13 eine Marien-Grotte im Buchholz erbauen. Aus einem Maschinengewehr-Bunker aus dem 2. Weltkrieg wurde 2009 eine Kapelle, vom damaligen Ortspfarrer und Besitzer des Bunkers Felix Büchi unter den Schutz der heiligen Barbara gestellt.

80 Gebetsstätten, 80 spannende Geschichten seit rund 800 nach Christus bis heute. Die Lektüre ist zugleich als Wandertipp geeignet, denn das Kartenmaterial hilft, die Kirchen und Kapellen auf den Spuren des eigenen Glaubens und der Hoffnung, die Christinnen und Christen trägt, zu finden. Sie sind weit mehr als touristische Sehenswürdigkeit, sie sind Kraftorte, in guten wie in schlechten Zeiten.

Bad Ragazer

Der Autor Fridolin Eberle (1964) lebt mit seiner Familie in Bad Ragaz. Der Betriebsökonom FH arbeitet als Treuhänder, ist diplomierter Mentaltrainer, Mediationstrainer und Intuitionstrainer. Zudem hat er ein Lehrdiplom Höhere Fachschule am zbw St.Gallen erworben. Seit 2010 ist Fridolin Eberle Mitglied des Administrationsrats des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen, des «Regierungsrates» der St.Galler Katholikinnen und Katholiken.

Erhältlich ist das Buch bei Fridolin Eberle direkt (eberle@frimet.ch) und über Buchläden in Bad Ragaz, Sargans und Mels, der Papeterie PEGOWA in Mels, der Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee und der Sarganserländer Druck AG in Mels. Der Verkaufserlös geht vollumfänglich an die Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee (www.talgemeinschaft.ch).

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