“Frühlingsputz“ in der Kathedrale bis Mitte Juli

Freitag, 15. Januar 2016

Kathedrale: Arbeiten Innenreinigung, Orgelrevision und neue Beleuchtung beginnen
"Frühlingsputz" bis Mitte Juli

ST.GALLEN. Ab 25. Januar beginnen Reinigungs- und Erneuerungsarbeiten in der Kathedrale. Der Staub von Jahrzehnten wird in einem aufwändigen "Frühlingsputz" entfernt. Die alten Elektroinstallationen müssen nicht zuletzt aus Brandschutzgründen saniert werden. Ein neues, modernes Beleuchtungskonzept wird das Wahrzeichen von St.Gallen buchstäblich in ein besseres Licht rücken. Für die grosse Domorgel steht eine dringend nötige Revision auf dem Arbeitsprogramm.

Den Kredit für die Arbeiten von 1,4 Millionen Franken hat das Katholische Kollegium in der November-Session beschlossen. Während der Arbeiten bleibt die Kathedrale wie gewohnt geöffnet, es ist jedoch mit Lärmimmissionen zu rechnen. Deshalb finden die Werktagsgottesdienste am Vormittag jeweils in der Schutzengel-Kapelle statt. Leider hat die Kapelle am Klosterplatz keinen behindertengerechten Zugang. Menschen mit Gehbehinderung sind deshalb gebeten, werktags beispielsweise auf die Spitalkapelle im Kantonsspital oder auf eine der anderen Stadtpfarreien auszuweichen. Die Dom-Vesper am Dienstag, 17.30 Uhr und die Eucharistiefeier von Freitagabend 18.15 Uhr finden wie gewohnt in der Kathedrale statt. Ebenso alle Sonntags-Gottesdienste. Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte Juli abgeschlossen sein.

Lohnende Arbeiten
Es lohnt sich, die vorübergehenden Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Die alten Elektrokabel und Beleuchtungskörper müssen so oder so ersetzt werden. Das neue Beleuchtungskonzept ist aus funktionaler, ästhetischer wie energietechnischer Sicht sinnvoll. Künftig kommen energiesparende LED-Lampen zum Einsatz die zudem weniger Wärme produzieren. Die alten Leuchtkörper stammen noch aus den 60-er Jahren. Neu wird das wunderschöne Barock-Gotteshaus besser ausgeleuchtet, es ist möglich zu dimmen, die verschiedenen Beleuchtungsmodi bereichern die Gottesdienst-Gestaltung. Für die feiernde Gottesdienst-Gemeinde wie die Touristen sind die Arbeiten ein Gewinn.

Wolken im Gotteshaus
Ebenso nötig sind die Reinigungsarbeiten. Für Besucherinnen und Besucher der Kathedrale ist der wolkig-wirkende Schmutz an den Wänden sowie der Staub auf den Stuckaturen gut sichtbar. Bei der Revision der Domorgel wird das ganze Instrument in Einzelteile zerlegt und komplett gereinigt. Lötnähte der Metallpfeifen werden repariert und offene Fugen der Holzpfeifen frisch verleimt. Die Auskleidung der Motorenkiste hat sich in Jahrzehnten aufgelöst und durch das Windsystem in der Orgel verteilt. Sie muss ersetzt werden. Am Klangcharakter und der Registerstärke wird sich durch die Revisionsarbeiten nichts ändern.

Die über die Jahre entstandenen Verschmutzungen sind mitterweile deutlich sichtbar.

 
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