Katholischer Konfessionsteil des Kantons St.Gallen: Spenden für Nepal und Syrien

Donnerstag, 30. April 2015

Katholischer Konfessionsteil des Kantons St.Gallen: Spenden für Nepal und Syrien
Knapp einem Felssturz entkommen

Seit vielen Jahren steht das Bistum St.Gallen in regem Kontakt mit dem Bischof in Nepal. Aufgrund der Notsituation hat der Katholische Konfessionsteil eine Spende von 10'000 Franken für das Bistum Kathmandu gesprochen. Die Notlage der Syrischen Flüchtlinge ist ebenfalls nicht vergessen. An die Caritas Schweiz werden weitere 10'000 Franken für die Flüchtlingshilfe überwiesen.

Ivo Fürer, em. Bischof von St.Gallen, und sein Bruder Alexander Fürer sind seit vielen Jahren mit dem Bischof von Kathmandu befreundet. Sie haben glücklicherweise ein Lebenszeichen von ihm erhalten. Bischof Paul Simick entkam auf einer Pastoralreise knapp einem zerstörerischen Steinschlag. Nach zwei Tagen gelang es ihm, nach Kathmandu zurückzukehren. Was geschehen ist schockiert den Bischof zutiefst. «Es gibt tausende von Toten und riesige Schäden über das ganze Land. Die Überlebenden sind traumatisiert», schreibt Paul Simick.

21'600 Schulkinder aller Religionen
Wie das Bistum Kathmandu seine Tätigkeiten im Pastoralen, im Gesundheits- und Bildungsbereich fortführen kann, ist ungewiss. Bischof Simick und seine Mitarbeitenden (67 Priester/Lehrer, 166 Ordensfrauen, viele Freiwillige) beschäftigen sich nebst den kirchlichen Aufgaben mit dem Ausbau von Schulen für Kinder aller Religionszugehörigkeiten aus den ärmsten Familien. Nepal hat 20 Millionen Einwohner, 2 Prozent sind Christen, davon 7'000 Katholiken. Der Sozialdienst umfasst die Führung von Kinderheimen und Heimen für HIV kranke Nepalesinnen, die als Prostituierte in Indien waren und von ihren Familien nicht mehr aufgenommen werden. Die Diözese führt sechs «Health Clinics» verteilt über das ganze Land, dazu kommen Gesundheitsbusse. Zurzeit besuchen in 32 Schulen im ganzen Land 21'600 Schulkinder aus ärmsten Familien den Unterricht. Strikte Regelung ist, dass mindestens 50 Prozent Mädchen sein müssen; sie haben in Nepal immer noch weniger Chancen auf Schulbildung. 98 Prozent der Kinder sind Hindu oder Moslems, lediglich zwei Prozent Katholiken oder Protestanten.

Gebäude beschädigt
«Unsere Kirchen, Schulen, Klöster und sozialen Institutionen haben gefährliche Risse, so dass zumindest im Moment die Unterbringung von obdachlosen Menschen zu gefährlich ist», schreibt Bischof Simick. Für ihn und seine Mitarbeitenden ist es sehr schmerzhaft zu sehen, wie die Leute leiden und kämpfen müssen für die einfachsten Bedürfnisse des Lebens wie sauberes Wasser, Nahrung und ein Dach über dem Kopf. «Ich sende einen ernsthaften Hilferuf im Namen der Apostolic Vikariate of Nepal», schreibt Paul Simick an die Gebrüder Fürer.

Schnelle Hilfe
Sein Schreiben und das Wissen um die wertvolle Tätigkeit der Kirche in Nepal hat den Administrationsrat bewogen, umgehend zu spenden, damit wichtige Güter die Not leidende Bevölkerung schnell erreichen können. Bischof Paul Simick hilft unter anderem über Caritas Nepal und mit Hilfe von Caritas International und anderen Caritas-Organisationen aus verschiedenen Ländern.

Spenden an Bischof Paul Simick werden direkt weitergeleitet über: Bischöfliche Kanzlei, Vermerk: Nepal, 9001 St.Gallen, PC-Konto 90-477-0
Spenden über Caritas Schweiz: PC-Konto 60-7000-4, Vermerk: Nepal

12 Millionen auf der Flucht

Ebenso notwendig ist die 10'000-Franken-Spende für die syrischen Flüchtlinge, deren Lage dramatisch ist. Acht Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, vier Millionen haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Dort droht der Kollaps. Besonders erschütternd ist das Schicksal der vielen Kinder, sie machen rund die Hälfte der Vertriebenen aus. Die Menschen benötigen das Überlebensnotwendige: Brot, Wasser, Kleider, Medikamente, Decken oder Windeln und ein Dach über dem Kopf. Die Caritas leistet seit Beginn des Krieges vor vier Jahren Not- und Überlebenshilfe. Sie ist vor Ort gut verankert und kann so effizient arbeiten im Dienst der Notleidenden.

Caritas Schweiz dankt für Spenden auf PC-Konto 60-7000-4, Vermerk: Syrien

 

Viele Menschen in Nepal haben alles verloren. Sie sind auf Hilfe angwiesen.
(Bild: Caritas Internationalis)

 
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